Kia Sportage: Darum vertrauen die Koreaner beim Familien-SUV auf Verbrenner
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27,7 Prozent aller neu zugelassenen Kia-Modelle hatten im ersten Halbjahr 2025 laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen batterieelektrischen Antrieb. Dennoch beharren die Koreaner auf einem ihrer bestverkauften Fahrzeuge – mit Verbrennungsmotor. Warum? „Wir wollen ein Mobilitätsanbieter sein, auch für Leute, die noch nicht so weit sind für EV“, sagt Kia-Pressesprecherin Susanne Mickan. Deshalb hält Kia nicht nur an seinem Familien-SUV fest, sondern bietet es in der überarbeiteten Version sogar mit zwei statt nur einer Benziner-Version an.
Breite Antriebspalette im Kia Sportage
Wo Käufer früher nur ein Kreuzchen für den 118 kW/160 PS starken Benziner setzen konnten, stehen nun zwei Varianten zur Wahl: ein Fronttriebler mit 110 kW/150 PS und ein Allradler mit 132 kW/180 PS. Die Top-Version kann auch als Hybrid mit einer Systemleistung von 176 kW/239 PS bestellt werden. Und selbst Freunde des guten, alten Dieselmotors werden bei einem frontgetriebenen 1,6-Liter-Mildhybrid mit 100 kW/136 PS fündig. Zu einem späteren Zeitpunkt soll ein Plug-in-Hybrid folgen. Wer schon bereit für reine Elektromobilität ist, sollte einen Blick auf den vollelektrischen Sportage-Bruder Kia EV5 werfen…
„Kritikpunkte“ im Innenraum des Kia Sportage beseitigt
Neben der erweiterten Antriebspalette haben die Koreaner weitere „Kritikpunkte“, wie der Hersteller es selbst nennt, überarbeitet: So fällt der pflegeanfällige Klavierlack an der Mittelkonsole weg und weicht angenehmeren wie unempfindlicheren Oberflächen. Zudem ist nun ein „echtes“ Head-up-Display erhältlich und das Touchdisplay samt Infotainment- und Navigationssystem wurde überarbeitet. Auch eine kabellose Verbindung mit Apple Carplay und Android Auto ist jetzt möglich und ein neuer KI-Assistent unterstützt die Sprachsteuerung. Eine Neuerung im Innenraum fällt sofort auf: Das bisherige Lenkrad wurde neu gestaltet und durch ein kompaktes mit zwei statt drei Speichen ersetzt.
Platz für die ganze Familie samt Urlaubsgepäck oder Großeinkauf ist auch im überarbeiteten Sportage ausreichend vorhanden. Je nach Antriebsvariante bietet der Kofferraum eine fensterhohe Ladekapazität von bis zu 587 Litern. Über mangelnde Kopf- und Beinfreiheit können Passagiere im Fond definitiv nicht klagen. Auch bei den Assistenzsystemen, von denen viele serienmäßig verbaut sind, lässt der Sportage keine Wünsche mehr offen und orientiert sich an der Auswahl der großen, vollelektrischen Brüder EV6 und EV9.
Überarbeitete LED-Leuchten im Familienlook
An deren Äußeres passt sich auch die neu designte Front des Sportage an: Das bisher bumerangförmige Tagfahrlicht weicht der „Star-Map“-Grafik der jüngsten Kia-SUV-Modelle. Das Heck erscheint kantiger und auch die Rückleuchten haben sich einen neuen Look angeeignet.
Und der erste Fahreindruck? Für den Alltag reicht der 150-PS-starke Basisbenziner, der ab 35.190 Euro erhältlich ist, völlig aus. Klar braucht es etwas länger, um das mindestens 1,5 Tonnen schwere Schiff zu beschleunigen, aber dann kutschiert es die Familie wie auf Wolken durch alle Lebenslagen. Viel spritziger hingegen ist natürlich der 239-PS-Vollhybrid, den wir als Vorserien-Fahrzeug rund um Frankfurt testen konnten. Etwas spritsparender als die reinen Benziner, dafür auch mindestens 3.800 Euro teurer. Das ist letztlich Geschmackssache, welche Prioritäten mehr wiegen.
„Dass Kia weiterhin daraufsetzt, Fahrzeug für alle anzubieten – unabhängig von der Antriebsart –, finde ich bei allem Elektro-Hype sehr sympathisch. Der Sportage bietet somit Möglichkeiten für alle Vorlieben und bleibt ein souveränes Familien-SUV.“
Technische Daten Kia Sportage
| Motor | Benzin: 1,6-l-Turbo-Vierzylinder, 110 kW/150 PS, 250 Nm und 132 kW/180 PS, 265 Nm; 1,6-l-Turbo-Vierzylinder Vollhybrid, 176 kW/239 PS, 280 Nm; Diesel: 1,6-l-Turbo-Vierzylinder, 100 kW/136 PS, 280–320 Nm |
| Normverbrauch | 5,8–7,8 l S, 132–177 g CO2/km (WLTP); 5,1–5,5 l D, 133–145 g CO2/km (WLTP) |
| L x B x H | 4,54 x 1,87/2,08 x 1,65 m |
| Kofferraum | 526–1.776 l |
| Zuladung | 543–580 kg |
| Anhängelast | 1.510–1.950 kg |
| Stützlast | 100 kg |
| Preis ab | 35.190 € |
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