Rote Teppiche durch die Natur: Wandern und Radeln auf den legendären Vias
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Via Sett: urig-historisch
Die schweizerische Via Sett vom alpinen Chur ins mediterrane Chiavenna zählte einst zu „den“ Alpenpassagen der Römer. Heute nutzen sportliche Naturfans sie als Kultur- und Weitwanderweg. Die Via Sett erfordert Kondition, bietet dafür aber auch idyllische Naturpfade, saftig-grüne Täler und kristallklare Seen sowie urige Bergdörfer mit historischer Architektur. Zu ihren Höhepunkten gehört die Überschreitung des Septimerpasses mit seinen atemberaubenden Panoramen auf die schroffen, steilen Gebirgsmassive des Bergells.
Via Engiadina: typisch Schweiz
Ein Klassiker unter den Weitwanderwegen ist die Via Engiadina. Sie durchquert das Engadin auf ganzer Länge und führt dabei teils durch alpines Gelände, teils am Talboden des Inn entlang. Vom Startpunkt Majola im Oberengadin sind es 160 Kilometer und zwölf Etappen bis zum Zielpunkt Vinadi im Unterengadin. Gerade das Unterengadin gilt als Inbegriff von Schweizer Kultur mit unverfälschter Natur und charmanten Dörfern, die mit ihren filigranen Wandbemalungen an den Häusern und netten Plätzen zum Verweilen einladen.
Via Claudia Augusta: königlich-sportlich
Diese Via hat ihren Namen vom römischen Kaiser Augustus, der sie vor etwa 2.000 Jahren als Verbindung von den nördlichsten römischen Provinzen zum Mittelmeer anlegen ließ. Heute gilt die rund 700 Kilometer lange Via Claudia Augusta als eine der leichtesten und zugleich schönsten Alpenüberquerungen für Trekking-Radler. Auf größtenteils asphaltierten Radwegen führt sie von der Donau über den Fern- und Reschenpass bis nach Venetien. Die Strecke ist anspruchsvoll, aber nicht zu schwer. Ihr besonderer Reiz liegt in der Kombination verschiedener Länder und Klimazonen: vom Allgäu über Nord- und Südtirol bis an die Adria.
Via Rhôna: Genuss pur
Die Via Rhôna ist das Bindeglied zwischen den Schweizer Alpen und dem Mittelmeer. Ausgangspunkt des 815 Kilometer langen Radwanderwegs ist Genf. Stets der Rhône folgend führt er über die Französischen Alpen, durch die Weinberge und Obstplantagen der Côtes du Rhône und der südlichen Provence vorbei an Lavendelfeldern und durch geschichtsträchtige Städte wie Pérouges, Lyon und Avignon bis zu den Stränden der Camargue. Mit ihrem reichen kulturellen und kulinarischen Angebot eignet sich die Via Rhôna besonders für Genussradler.
Via de la Plata: der unbekannte Jakobsweg
Ein Geheimtipp für Spanienfans ist die Fernwanderung von Sevilla nach Santiago de Compostela auf der Via de la Plata und dem Camino Mozárabe. Zusammen bilden sie eine Variante des Jakobswegs. Hier sind alle Pilgerwanderer richtig, die nach einer Alternative zum klassischen Jakobsweg suchen. Wegen ihrer Länge von über 1.000 Kilometern und ihren langen Tagesetappen ist die Via de la Plata deutlich weniger frequentiert und ermöglicht so eine echte innere Einkehr. Dabei sind die Wege des seit dem Mittelalter existierenden Pilgerwegs nicht anspruchsvoll, allerdings sollte man sich vor der Hitze des Sommers hüten.
Via Algarviana: durchs echte Portugal
Auf fast 300 Kilometern schlängelt sich die Via Algarviana von Alcoutim an der spanischen Grenze durchs beschauliche Hinterland der portugiesischen Südküste bis ans Cabo de São Vicente am südwestlichsten Punkt Portugals. Die alte Pilgerroute führt durch üppige Wiesen- und Berglandschaften, lichte Korkeichenwälder und ursprüngliche Dörfer.
ARCD-Reiseservice
Haben Sie Lust bekommen, eine der Vias kennenzulernen?
Das ARCD Reisebüro hat zu allen beschriebenen Routen Angebote des Outdoor-Spezialisten Wikinger Reisen im Programm und berät Sie gern.
Je nach Weg gibt es viele individuelle Optionen, vom Gepäcktransfer über die Entscheidung zwischen Gruppen- und Einzelreise bis zur Auswahl von Teiletappen und leichteren oder schwierigeren Abschnitten.
Kontakt:
ARCD Reisebüro
- Tel.: 0 98 41 / 4 09 150
- E-Mail: info@arcd-reisen.de
- Web: www.arcd-reisen.de
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