Alkohol und Skifahren: Eine gefährliche Kombination
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Pistenspaß und eine zünftige Hütteneinkehr – das gehört für die meisten Skifahrer fest zusammen. Oft kommen dabei alkoholische Getränke auf den Tisch. Doch Schnaps & Co. sind denkbar schlechte Begleiter bei der Abfahrt.
Alkohol ist auf Skihütten allgegenwärtig. Ein deftiges Essen, dazu ein Bier, zum Abschluss noch ein Schnaps oder wärmender Jagertee: So zelebrieren viele Gäste ihr Einkehrritual – und schnallen dann wieder die Skier an.
Alkohol und Wintersport gehören für viele zusammen
Dass Skifahren unter Alkoholeinfluss weit verbreitet ist, zeigt eine Anfang 2025 veröffentlichte Umfrage des österreichischen Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). So gaben 38 Prozent der Befragten an, dass für sie Alkohol zum Wintersport dazugehöre. Rückblickend auf das Jahr 2024 erklärten 10 Prozent „regelmäßig“ und 13 Prozent „gelegentlich“ betrunken auf Ski, Rodel oder ähnlichem unterwegs gewesen zu sein.
Für die restlichen 77 Prozent geht das KfV von einer erheblichen Dunkelziffer aus. Hochgerechnet schätzt das Kuratorium deshalb, dass in Österreich 2024 rund 200.000 Personen in alkoholisiertem Zustand Wintersport betrieben haben.
Welche Risiken Alkohol auf der Piste auslöst
Vor den Risiken des alkoholisierten Skifahrens warnt das KfV eindringlich. Dabei wird es vom Deutschen Alpenverein (DAV) sowie von medizinischem Fachpersonal unterstützt. Die Experten betonen einhellig, dass Alkohol das Reaktionsvermögen senkt und zu Selbstüberschätzung führt – eine gefährliche Mischung, die Unfälle provozieren kann.
Im Falle eines Crashs unter Alkoholeinfluss drohen dann nicht nur Verletzungen, sondern auch unangenehme Folgen für den Versicherungsschutz: Wer alkoholisiert mit jemandem auf der Piste zusammenstößt und einen Schaden verursacht, muss damit rechnen, dass die Haftpflichtversicherung ihre Leistung kürzt oder verweigert.
Sicher unterwegs: richtiger Umgang mit Alkohol beim Wintersport
Wer auf Alkohol im Skiurlaub nicht verzichten möchte, ist daher gut beraten, erst nach der letzten Abfahrt des Tages das Glas zu heben. Après-Ski-Locations an den Talstationen bieten dazu reichlich Gelegenheit. Und die Rückkehr in die Unterkunft kann sicher zu Fuß, mit dem Skibus oder Taxi erfolgen.
Noch setzen die meisten europäischen Ski-Nationen auf die Freiwilligkeit der Gäste. Nur in Italien gibt es seit 2022 eine Promillegrenze auf der Piste. Kontrolliert wird sie von Carabinieri auf Skiern. Ab einem Alkoholpegel von 0,5 Promille drohen Skifahrern Geldbußen von 250 bis 1.000 Euro – ein teuer bezahlter Einkehrschwung.
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