Verfremdetets Bild eines Mannes mit gläsernem Kopf, in dem das Gehirn sichtbar ist.

Gehirnjogging: Mit diesen Übungen sind Sie fit fürs Autofahren

3 min

29.01.2026Jessica Blank

Wer sich geistig fit hält, profitiert davon – nicht nur im Alter. Auch vor langen Autofahrten oder während der Pause ist es sinnvoll, die grauen Zellen mit Gehirnjogging in Schwung zu bringen. Diese Übungen machen fit fürs Steuer. 
 

Jeder, der mental fit sein und bleiben möchte, ist selbst dafür verantwortlich. Diese Botschaft vermittelte die Gesellschaft für Gehirntraining schon bei ihrer Gründung 1989. Das kam nicht bei jedermann gut an. Viele wollten nichts davon hören, dass ihr geistiger Zustand in ihrer Hand liege, egal wie alt sie seien, berichtet Gründungsmitglied Peter Sturm. „Ein- oder zweimal am Tag acht bis zehn Minuten zu üben, ist vielen schon zu viel. Sie würden lieber eine Tablette schlucken, die es noch nicht gibt“, sagt der Psychologe. Dabei wurden schon damals viele wissenschaftliche Erkenntnisse gesammelt durch Magnetresonanztomografie (MRT) am lebenden Gehirn. „Da hat man bestimmte Muster im Gehirn erkannt, was passiert, wenn ich denke, wenn ich mich aktiv mit etwas beschäftige“, erklärt Sturm. In der Folge wurden an der Uni Erlangen Übungen gesucht, mit denen das Gehirn aktiviert werden kann. „Das hat zu dem geführt, was wir heute Mentales Aktivierungstraining nennen.“ Das MAT ist eine Form des Gehirntrainings, das sich auf Aufwärm- und Konditionstraining für die grauen Zellen konzentriert, und sollte bei einem guten Gehirnjogging nicht fehlen. 

 

Rechnen mit Sternen

In jedem Stern steckt eine Rechnung mit einem logischen System.
Finden Sie – wie beim Beispiel – die einzelnen Rechenschritte von einem Zacken zum nächsten heraus, dann wissen Sie, welche Zahl beim letzten Zacken stehen muss. Jede Rechnung beginnt bei der Zahl mit dem Pfeil. 

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A: 10 +4 +5 +6 +7 +8 = 40

B: 15 +5 -2 +5 -2 +5 = 26

C: 21 +12 -9 +12 -9 +12 = 39

D: 20 +7 -8 +7 -8 +7 = 25

E: 7 +11 +12 +13 +14 +15 = 72

F: 7 x 2 +1 x 2 +1 x 2 = 62

Doch wie kann sich Gehirnjogging, Gehirntraining oder Gedächtnistraining – der Sport für das Gehirn hat viele Namen – positiv aufs Autofahren auswirken? „Autofahren ist für das Gehirn nichts Tolles, weil es eine sitzende Tätigkeit ist“, erklärt Sturm. Das generelle Problem sei, dass das Gehirn am besten im Gehen arbeite. „Und deswegen hat Autofahren immer einen Verlust an Aufmerksamkeit.“ Wenn man durch eine Großstadt fährt, ist das für das Gehirn aufregend. Auf der Landstraße, zudem auf einer häufig genutzten Strecke, kann es ermüdend sein, weil zu wenig passiert. „Beides ist für das Gehirn nicht gut“, meint der Psychologe. „Das Hirn will beschäftigt sein, aber nicht überfordert.“ Wenn es zu langweilig wird, sei angenehme Musik gut, aber kein Kriminalhörspiel, oder ein ruhiges Gespräch ohne Streit. „Unser Gehirn kann sich eigentlich nur mit einer Sache beschäftigen“, sagt Sturm.

Buchstaben-Sprint

Suchen Sie rasch der Reihe nach zweimal die Buchstaben von A bis Z
Beginnen Sie zunächst mit dem großen A und enden Sie mit dem Z. Die kleinen Buchstaben sollen Sie dann rückwärts suchen, also von z bis a.

Wichtig sind auch regelmäßige Pausen mit ein paar Minuten Bewegung. „Unser Gehirn ist kein Apparat für Dauerbelastung. Nach 90 Minuten ist immer eine Pause nötig“, sagt Sturm. In dieser Zeit kann man auch spezielle Aufmerksamkeitsübungen machen, bei denen man etwas suchen muss in einer Reihe von Buchstaben, Ziffern oder Mustern. „Da wird die Aufmerksamkeit geschult und Wachheit erzeugt.“ Solche Übungen für die Aufmerksamkeit oder das Kurzzeitgedächtnis lohnen sich auch vor einer Autofahrt. „Dann ist das Gehirn wach, wenn man nicht schon allzu müde ist oder zu viel gegessen hat“, erklärt Sturm, und ergänzt dass man nicht mit vollem Magen fahren sollte. „Das Gehirn soll sich nicht mit der Verdauung befassen, etwas Hunger schadet nichts, richtig Hunger wäre schlecht.“

Ab 60 müssen die grauen Zellen aktiv trainiert werden

Dass mentale Fitness keine Sache des Alters ist, betont Peter Sturm aus Sicht des Psychologen: „Aber ab dem 60. Lebensjahr bekommen wir eine starke Spreizung in der geistigen Leistung. Die Hirne, die sehr aktiv sind und bleiben, sind auch im hohen Alter noch gut dran.“ Wenn man zu wenig aktiv sei, könne man ab 60 sehr viel Hirnleistung verlieren. „Deswegen kann man nicht sagen, dass alte Menschen schlechter dran sind, aber sie sind davon abhängig, dass sie aktiv bleiben“, erklärt Sturm. Aus diesem Grund empfiehlt die Gesellschaft für Gehirntraining, zweimal am Tag für acht bis zehn Minuten zu üben. „Wenn man möglichst morgens und am frühen Nachmittag jeweils eine kurze Doppelübung macht, dann ist man den ganzen Tag aufmerksamer“, sagt der Psychologe.

Buchstaben-Kapriolen

Bilden Sie mit den vorhandenen Buchstaben möglichst viele Wörter. Sie können in jedem Feld beginnen. Sie dürfen in alle Richtungen lesen:waagerecht, senkrecht oder diagonal. Die Felder müssen sich aber an einer Ecke berühren. Ein und dasselbe Feld darf in einem Wort nur einmal benutzt werden! Beispiel: Das Wort HASE in den grünen Feldern. Suchen Sie 10 Wörter, darunter sind vier Tierarten – möglich sind 45. 

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Gans, Hahn, Hase/Hasen, Sau

Und das wirkt sich dann auch positiv auf das Autofahren aus, egal ob im anspruchsvollen Stadtverkehr oder auf monotonen Landstraßen-Passagen. Gehirnjogging und regelmäßige Pausen sorgen für mehr Aufmerksamkeit – egal in welchem Alter.

Zahlen-Nachbarn

Immer wenn (wie im Beispiel) zwei schräg übereinander versetzte Zahlen die Summe 10 ergeben, sollen Sie einen Rahmen um diese beiden Zahlen ziehen. Wie oft ergibt sich auf diese Weise die Summe 10? 

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Porträtbild der Auto+Reise-Redakteurin Jessica Blank.

„Ich habe einige der Übungen ausprobiert – manche sind gar nicht so einfach. Aber sie bringen das Hirn in Schwung.“

Jessica Blank


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