An der Spitze der SIGNAL IDUNA: Torsten Uhlig im Interview
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Seit dem 1. Juli 2025 ist Torsten Uhlig neuer Vorstandsvorsitzender der SIGNAL IDUNA Gruppe.
Im Interview spricht er über die enge Zusammenarbeit mit unserem ARCD seit mittlerweile über 15 Jahren, über aktuelle berufliche Herausforderungen und persönliche Energiequellen.
| Torsten Uhlig (59) ist seit mehr als drei Jahrzehnten fest mit der SIGNAL IDUNA Gruppe verbunden. Der gebürtige Ostsachse startete 1991 nach Abitur und Lehre im Vertrieb der damaligen SIGNAL Versicherungen und übernahm bald Führungsverantwortung. Ab 2005 leitete er das Marketing bei SIGNAL IDUNA und begleitete die Kooperation mit dem ARCD von Beginn an. 2019 rückte er in den Konzernvorstand auf und verantwortete dort die Ressorts Vertrieb und Marketing. Inzwischen steht der studierte Betriebswirt als Vorsitzender der Vorstände an der Spitze der Unternehmensgruppe. |
ARCD:
„Was hat Sie dazu bewogen, die Verantwortung als Vorstandsvorsitzender zu übernehmen?“
Torsten Uhlig:
„Was mich bewogen hat, ist, dass ich weiter und noch mehr Verantwortung für unsere SIGNAL IDUNA übernehmen möchte. Dass ich die Erfolgsgeschichte der SIGNAL IDUNA Gruppe weiter mitgestalten und fortschreiben darf.“
„Und wie waren die ersten Monate an der Spitze?“
„Intensiv. Ich habe zu Beginn die Chance genutzt, in einzelnen Bereichen zu hospitieren, mit den Mitarbeitenden zu sprechen. Das war wirklich eine ganz tolle Erfahrung und hat mich unglaublich motiviert. Weil ich gesehen habe, dass überall Kolleginnen und Kollegen sind, die mit ganzem Herzen, mit voller Kraft hinter dieser SIGNAL IDUNA stehen. Die dem Kunden dienen und zur Seite stehen wollen.“
| Dazu kämen viele jetzt neue Aufgaben und Themen, wie Torsten Uhlig betont. Als Vorstandsvorsitzender sei er nun das Gesicht und auch die Stimme der SIGNAL IDUNA. Dadurch sei er nicht nur nach innen, sondern auch nach außen gefordert, zum Beispiel im Vorstand des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e. V., im Vorstand des Arbeitgeberverbandes der Versicherungswirtschaft oder in der IHK-Vollversammlung. |
„Wo sehen Sie für die Versicherungsbranche die größten Herausforderungen dieser Zeit?“
„Die sehe ich sehr klar in den notwendigen politischen Entscheidungen. Zum sozialen Frieden in Deutschland gehört auch, ,sozial‘ neu zu definieren im Sinne der Stärkung der Eigenverantwortung des Einzelnen. Das ist ein wichtiger Punkt, um überhaupt eine Bezahlbarkeit der Sozialsysteme noch zu gewährleisten.“
| Torsten Uhligs Liste der Herausforderungen ist lang: von den verstärkten Schadenereignissen infolge klimatischer Veränderungen über allgemeine Inflation bis hin zu stark gestiegenen Kosten in der Krankenversicherung. Allerdings, betont Uhlig, gingen mit den erhöhten Leistungsausgaben in diesem Bereich auch viele Vorteile einher wie verbesserte Medizintechnik und wirksamere Behandlungsmethoden. Die allgemeine Lebenserwartung der Menschen steige. |
„Zum anderen merken wir bei der Kraftfahrtversicherung deutlich steigende Werkstattpreise. Die wenigsten wissen, dass die Werkstätten in der Regel zwei Preislisten haben, nämlich einmal für Privatpersonen und einmal für die Abrechnung mit der Versicherung. Ich will nicht pauschal für alle sprechen, aber das ist schon oft genug der Fall.“
| Angesichts hoher Schadenkosten sei es die große Aufgabe, den Versicherungsschutz noch bezahlbar zu halten, sagt Uhlig. Das wolle er auch mit dem Kooperationspartner ARCD diskutieren. |
„Was macht die Kooperation der SIGNAL IDUNA mit dem ARCD für Sie so wertvoll?“
„Also für mich macht es wertvoll, dass wir jetzt über 15 Jahre in diesem speziellen Gebiet Mobilität auf Augenhöhe miteinander sprechen und auf Augenhöhe im Interesse der Mitglieder des ARCD, aber auch der Kunden der SIGNAL IDUNA nach Lösungen suchen. Da sind wir schon viele gute Wege gegangen, indem die Leistungsangebote des ARCD sehr kompatibel sind zum Versicherungsschutz in der Kraftfahrtversicherung der SIGNAL IDUNA. Das ist ein glänzendes Beispiel von branchenübergreifender Kooperation. Und dann kommt das ARCD-Clubmagazin mit wertvollen Informationen über die mitunter eher schwierig zu lesenden Versicherungsbedingungen hinaus zu unseren Kunden. Wir schaffen damit einen Mehrwert.“
„Das ist ein glänzendes Beispiel von branchenübergreifender Kooperation.“
Vorstandsvorsitzender der SIGNAL IDUNA Gruppe, über die Zusammenarbeit mit dem ARCD
„Sie sprechen die wichtige Verbindung zu den Menschen an. Wie wird sich Digitalisierung darauf auswirken?“
„Die digitale Entwicklung ist für uns als Unternehmen ein wesentlicher Aspekt, um langfristig für die Kunden auch in hoher Qualität und Geschwindigkeit Service und Versicherungsschutz anzubieten.“
| Aus dem Konsumgüterbereich würden die Menschen eine hohe Erwartungshaltung entwickeln, sagt Uhlig. Diese Erwartungen gelte es auch als Dienstleister zu erfüllen. Angesichts des sich künftig noch verschärfenden Fachkräftemangels würden digitale Prozesse und der Einsatz Künstlicher Intelligenz immer bedeutender. |
„Mit Künstlicher Intelligenz werden wir in der Lage sein, dann auch Belastungen für die Mitarbeitenden, weil das Volumen und die Intensität zugenommen haben, besser zu managen. Die Welt wird immer komplexer, die Welt wird immer schneller. Wir werden durch digitale Prozesse und Künstliche Intelligenz diese Komplexität und diese Geschwindigkeit nicht verringern, aber wir versetzen unsere Mitarbeitenden in die Lage, diese Komplexität und Geschwindigkeit zu meistern.“
„Wagen wir einen Blick in die Zukunft, worauf möchten Sie als Vorstandsvorsitzender der SIGNAL IDUNA in fünf Jahren zurückblicken können?“
„Wir haben uns mit MOMENTUM 2030 fünf sehr klare Ambitionen gesetzt: Bei der Kundenzufriedenheit unter den Top 5 zu sein, in unseren Zielgruppen einen Marktanteil von 10 Prozent zu haben. Zu wachsen, auf 10 Milliarden Euro Mittelzufluss pro Jahr. Aber auch effizient unterwegs zu sein, also unter moderaten, gut verkraftbaren Kosten. Und für unsere Versicherten natürlich auch profitabel zu sein, also Überschüsse zu erwirtschaften, die die wirtschaftliche Stärke der SIGNAL IDUNA dann auch fortschreiben.“
„Für ambitionierte Pläne braucht man viel Energie. Wie lädt Torsten Uhlig seinen eigenen Akku wieder auf?“
„Ich bin aktiv und passiv sportbegeistert. Ich schaue ja aus dem Fenster auf den SIGNAL IDUNA Park [das Fußballstadion von Borussia Dortmund, Anm. d. Red.] (lacht). Ich bin insgesamt sportbegeistert und bei sportlichen Höchstleistungen, egal in welcher Sportart, bin ich emotional und ergriffen.“
| Aber auch selbst aktiv zu sein, ist für Torsten Uhlig sehr wichtig – im eigenen Garten, mit der Labradorhündin im nahen Wald oder zusammen mit seiner Frau unterwegs in den geliebten Bergen. Aus der persönlichen Aktivität schöpft er seine tägliche Energie. |
„Ich bin ein Hardcore-Frühsport-Mensch. Für Tage, die eine hohe Taktung haben – ich weiß gar nicht, welche das nicht sind (lacht) –, brauche ich den Frühsport mit Kraftgymnastik und Rudergerät, um den ganzen Organismus in Schwung zu bringen.“
„Herr Uhlig, vielen Dank für dieses Gespräch“
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