Schloss Schönbrunn in Wien, Österreich.

Parkscheibe in Österreich: Was Urlauber unbedingt wissen müssen

3 min

25.02.2026Thomas Schreiner

Beim Autofahren in Österreich kann eine falsche Parkscheibe teuer werden. Es gelten eigene, verbindliche Vorschriften. Wer die deutsche Parkscheibe nutzt oder auf digitale Lösungen setzt, riskiert Bußgelder. Das sollten Reisende aus Deutschland unbedingt beachten.
 

Warum die Parkscheibe in Österreich wichtig ist

In vielen österreichischen Städten ist in Kurzparkzonen – oft durch blaue Linien auf der Straße und Zusatztafeln angezeigt – die Ankunftszeit nachzuweisen. In Kurzparkzonen, in denen das durch entsprechende Beschilderung erlaubt ist, kann anstelle eines kostenpflichtigen Parkscheins auch eine Parkscheibe verwendet werden. 

Achtung: In Österreich wird die Parkscheibe häufig auch „Parkuhr“ genannt. Die Parkscheibe ist wie gewohnt gut ablesbar hinter der Windschutzscheibe zu platzieren. 

Regeln für die Parkscheibe in Österreich

Die Kurzparkzonen-Überwachungsverordnung für Österreich definiert genau, wie eine gültige Parkscheibe auszusehen hat und wie sie zu verwenden ist:

  • Form und Darstellung
    • Das Ziffernblatt muss einen Kontrast aus hellem Hintergrund und dunklen Zahlen und Zeigern aufweisen.
    • Der Durchmesser des Ziffernblattes muss mindestens 10 Zentimeter betragen.
    • Es muss möglich sein, die Ankunftszeit auf die nächste Viertelstunde genau einzustellen.
  • Einstellen der Ankunftszeit

    Die Ankunftszeit ist auf eine Viertelstunde genau einzustellen. Beispiel: Kommt man um 15:07 Uhr in einer Kurzparkzone an, stellt man die Parkscheibe auf 15:15 Uhr ein. Die Ankunftszeit ist auf die nächste Viertelstunde aufzurunden. 

  • Keine digitalen oder elektronischen Parkscheiben

    Elektronische Parkscheiben, wie sie in Deutschland mit einer entsprechenden Bauartgenehmigung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA-Zulassung) erlaubt sind, dürfen in Österreich nicht verwendet werden. 

Unterschied zu Deutschland – warum die deutsche Parkscheibe in Österreich nicht gilt

Neben Optik und Abmessungen liegt der entscheidende Unterschied zwischen den Parkscheiben in Deutschland und Österreich im Zeitraster:

  • In Deutschland hat die Parkscheibe eine Halbstunden-Einteilung.
  • In Österreich muss das Ziffernblatt der Parkscheibe in Viertelstunden unterteilt sein. 

Deutsche Parkscheiben sind deshalb in Österreich nicht gültig, da sie sich nicht viertelstundengenau einstellen lassen. Selbst wenn eine deutsche Parkscheibe auf eine korrekte Ankunftszeit zur vollen Stunde eingestellt wäre, entspricht sie nicht den gesetzlichen Vorgaben für Parkscheiben in Österreich und zählt damit nicht als Nachweis. 

Wichtig zu wissen: Österreichische Parkscheiben werden umgekehrt auch in Deutschland nicht anerkannt, da sie nicht der hierzulande gültigen Norm entsprechen. 

Strafen: Was droht bei falscher Parkscheibe in Österreich?

Ohne eine zugelassene Parkscheibe gilt das Fahrzeug in Österreich als nicht korrekt abgestellt. Das kann schnell zu einer Strafe führen. 

Der Rahmen für eine Geldstrafe, unter die auch vorschriftswidriges Kurzparken fällt, liegt meist zwischen 21 und 36 Euro. In Extremfällen kann bei Parkverstößen eine Verwaltungsstrafe von bis 726 Euro verhängt werden. In der Praxis soll dies jedoch selten vorkommen. Wird das Fahrzeug im Zuge eines Parkverstoßes abgeschleppt, kann das mit rund 200 Euro zu Buche schlagen.

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