Frostsicher unterwegs: Die wichtigsten Fakten zu Winterdiesel – 7 Tipps für den zuverlässigen Start
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Hätten Sie gedacht, dass Dieselkraftstoff gefrieren kann? Tatsächlich beginnt Sommerdiesel bereits bei Temperaturen knapp unter 0 Grad Celsius zu erstarren. Dabei bilden sich Paraffinpartikel, die das Kraftstoffsystem, vor allem den Filter, verstopfen können.
Tankstellen bieten Winterdiesel ab November an
Um dieses sogenannte Ausflocken zu verhindern, sind Tankstellenbetreiber gesetzlich verpflichtet, zwischen dem 16. November und dem 28. Februar Winterdiesel bereitzustellen. Der Kraftstoff entspricht der Norm DIN EN 590 und wird in der Raffinerie mit speziellen Additiven versehen, die ihn bis mindestens -20 Grad Celsius kältebeständig halten. Neben der verbesserten Fließfähigkeit sorgt Winterdiesel zudem für eine höhere Zündwilligkeit – ein Vorteil beim Kaltstart. Da auch im Herbst die Temperaturen bereits deutlich sinken können, liefern viele Anbieter ab Mitte Oktober bereits einen Übergangsdiesel aus, der bis etwa -10 Grad Kälte fließfähig bleibt.
Was Dieselfahrer im Winter beachten sollten
Trotz der verbesserten Kraftstoffqualität von Winterdiesel kann es bei anhaltend tiefen Temperaturen zu technischen Problemen mit dem Fahrzeug kommen. Mit ein wenig Vorbereitung lässt sich das Risiko jedoch deutlich verringern.
Häufig volltanken
Volltanken wirkt gegen Kondenswasserbildung im Tank, was die Neigung des Dieselkraftstoffs zum Einfrieren verringert.
Sommer- oder Übergangskraftstoff zügig verfahren
Reste von Sommerdiesel reduzieren die kältebeständigeren Eigenschaften von Winterdiesel. Daher besser rechtzeitig mit Winterdiesel volltanken.
Vorsicht bei Additiven aus dem Zubehörhandel
Viele Mittel versprechen, Diesel frostsicher zu machen. Doch diese wirken oft nur vorbeugend und nicht, wenn der Kraftstoff bereits ausflockt. Außerdem können sie die Zusammensetzung des Dieselkraftstoffs verändern. Experten raten: Additive nur einsetzen, wenn der Hersteller sie ausdrücklich zulässt.
Auf Hausmittel verzichten
Bei alten Motoren wurde dem Diesel einst Benzin zugemischt, um die Zündwilligkeit des Kraftstoffs zu erhöhen. Doch Vorsicht: Benzin kann moderne Diesel-Einspritzsysteme beschädigen und die Schmierfähigkeit des Diesekraftstoffs verringern.
Fahrzeugtechnik im Blick behalten
Autofahrer sollten den Kraftstofffilter vor dem Winter prüfen und eventuell wechseln, da das Restwasser im Kraftstoff einfrieren und damit das Einspritzsystem des Motors beschädigen kann. Viele moderne Dieselfahrzeuge verfügen aber über eine Filterheizung, die dieses Risiko reduziert. Außerdem wichtig: Auf eine leistungsfähige Batterie achten, da diese beim Kaltstart besonders gefordert ist.
Frostsicher parken
Wer extreme Kälte erwartet, parkt idealerweise in einer Garage oder zumindest an einem windgeschützten Ort.
Vor längerer Standzeit volltanken
Längere Standzeiten bei niedrigen Temperaturen können die Ausflockung fördern. Daher sollte das Fahrzeug vor der Standzeit vollgetankt werden.
Was tun, wenn der Diesel doch eingefroren ist?
Ist der Kraftstoff bereits erstarrt, hilft nur Geduld: Das Fahrzeug sollte an einen warmen Ort, etwa in eine Garage, gebracht werden, damit der Diesel wieder flüssig wird. Additive helfen in diesem Zustand nicht mehr. Unbedingt vermeiden: Heißluftgeräte oder Föhne. Sie können zu Schmorschäden oder einem Brand führen.
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