Französischer Polizist steht auf der Straße und hält ein Auto an.

Frankreich verschärft Strafen für Raser: Seit 2026 drohen höhere Bußgelder, Haft und Strafregistereintrag

3 min

11.02.2026Wolfgang Sievernich

Mit neuen, strengen Regeln reagiert Frankreich auf die zunehmend gefährliche Raserei. Ab 50 km/h Tempoüberschreitung gilt der Verstoß als Straftat, inklusive hoher Bußgelder, möglicher Haft und europaweit relevanter Konsequenzen.

 

Frankreich verfolgt seit dem 29. Dezember 2025 eine deutlich härtere Linie gegen extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen. Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 50 km/h überschreitet, begeht keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern eine Straftat – mit spürbar verschärften Konsequenzen.

Deutlich höhere Strafen bereits beim ersten Verstoß

Bisher mussten Raser mit Geldbußen von bis zu 1.500 Euro und einem Führerscheinentzug von maximal drei Jahren rechnen. 

  • Nun kann jedoch schon beim ersten Verstoß eine Geldstrafe von bis zu 3.750 Euro verhängt werden. Dieser Höchstsatz galt zuvor nur für Wiederholungstäter.
  • In besonders schweren Fällen sind zudem Freiheitsstrafen von bis zu drei Monaten möglich, einschließlich eines Eintrags ins Strafregister, das strafrechtliche Verurteilungen in Frankreich erfasst. 

Warum Frankreich die Sanktionen verschärft

Hintergrund der Gesetzesverschärfung ist der deutliche Anstieg schwerer Geschwindigkeitsverstöße in den vergangenen Jahren. Mit den strengeren Sanktionen will die französische Regierung Raser wirksam abschrecken. Die Regelung betrifft dabei nicht nur einheimische, sondern auch ausländische Autofahrer. Zwar gilt ein Führerscheinentzug ausschließlich für das französische Hoheitsgebiet, Geldbußen und sogar Freiheitsstrafen können jedoch auch gegen Ausländer verhängt werden. Anders als früher lassen sich Geldstrafen mittlerweile auch in Deutschland vollstrecken.

Deutlicher Unterschied zu deutschen Bußgeldern

In Deutschland fallen die Sanktionen für Tempoverstöße dagegen deutlich milder aus. 

  • Wer außerorts mit einem Pkw 51 bis 60 km/h zu schnell unterwegs ist, zahlt 480 Euro Bußgeld und erhält ein einmonatiges Fahrverbot.
  • Innerorts wird es spürbar teurer und strenger: 560 Euro Bußgeld sowie zwei Monate Fahrverbot.
  • Die höchste Stufe greift bei mehr als 70 km/h Überschreitung – dann werden 800 Euro Bußgeld fällig, verbunden mit einem dreimonatigen Fahrverbot.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr anzeigen

War der Artikel hilfreich?

Ihr Feedback ist uns wichtig! Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen der Artikel gefallen hat. Ihre Meinung hilft uns, unsere Inhalte zu verbessern.

Like Dislike Teilen

ARCD-Newsletter

Bleiben Sie immer informiert!

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten Sie informative Beiträge und hilfreiche Tipps rund um Mobilität und Reise direkt in Ihr Postfach.

Außerdem warten attraktive Aktionen und Gewinnspiele auf Sie.
 Wir freuen uns darauf, Sie als Abonnenten willkommen zu heißen!

 

Jetzt anmelden

Kategorien